Warum das Übergabeprotokoll so wichtig ist
Das Übergabeprotokoll ist dein wichtigstes Beweismittel. Ohne ein lückenloses Protokoll kannst du kaum nachweisen, in welchem Zustand die Wohnung bei Einzug oder Auszug war – und verlierst damit im Streitfall fast automatisch.
Was ins Protokoll gehört
- Datum und Uhrzeit der Übergabe
- Namen und Unterschriften aller Anwesenden
- Alle Zählerstände (Strom, Gas, Wasser, Heizung)
- Anzahl der übergebenen Schlüssel
- Zustand aller Räume (Boden, Wände, Decken, Fenster)
- Zustand von Einbaugeräten, Heizkörpern, Sanitär
- Vorhandene Schäden mit genauer Beschreibung
Fotos als Beweismittel
Mach bei jeder Übergabe aussagekräftige Fotos von allen Räumen, Schäden und Zählerständen. Speichere die Fotos mit Zeitstempel. Noch besser: Nutze eine digitale Übergabe-App, die Fotos direkt ins Protokoll einbettet und revisionssicher speichert.
Häufige Fehler beim Protokoll
- Nur ein Exemplar – Beide Parteien müssen ein unterschriebenes Original erhalten.
- Vage Beschreibungen – Nicht "Wand beschädigt", sondern "Riss in Nordwand Wohnzimmer, ca. 15 cm, Höhe 1,20 m".
- Fehlende Unterschriften – Verweigert der Mieter die Unterschrift, notiere das im Protokoll und lass es von einem Zeugen bestätigen.
- Mängel nicht sofort dokumentieren – Spätere Nachträge zum Protokoll sind kaum noch durchsetzbar.
Was ist normaler Verschleiß?
Normaler Verschleiß, der durch den vertragsgemäßen Gebrauch entsteht, geht grundsätzlich zu deinen Lasten als Vermieter. Dazu zählen verblasste Wandfarben, abgenutzte Böden oder Kratzer an Türrahmen. Echte Schäden – Löcher in Wänden, zerbrochene Fliesen, Brandflecken – kann der Mieter hingegen ersetzen müssen.