Mieterauswahl: So prüfst du die Bonität richtig

✍️ Carsten Beuge · 07. May 2026

Die Mieterauswahl ist die wichtigste Entscheidung

Mietausfälle und Schäden an der Wohnung beginnen fast immer mit der falschen Mieterauswahl. Eine sorgfältige Bonitätsprüfung kostet dich einmal etwas Zeit – kann dir aber jahrelangen Ärger ersparen.

Schritt 1: Selbstauskunft einholen

Bitte jeden ernsthaften Interessenten um eine ausgefüllte Selbstauskunft. Darin sollten stehen:

Wichtig: Du darfst nur Fragen stellen, die für die Vermietung relevant sind. Fragen nach Schwangerschaft, Religion oder politischer Überzeugung sind unzulässig.

Schritt 2: Einkommensnachweise verlangen

Lass dir die letzten drei Gehaltsabrechnungen zeigen. Als Faustregel gilt: Das Nettoeinkommen des Mieters sollte mindestens das Dreifache der Warmmiete betragen.

Schritt 3: SCHUFA-Auskunft anfordern

Du kannst den Mieter bitten, eine aktuelle SCHUFA-Auskunft vorzulegen. Du darfst diese nicht selbst einholen – der Mieter muss sie selbst beantragen und dir vorlegen. Achte auf:

Schritt 4: Vorvermieter kontaktieren

Frage den aktuellen oder letzten Vermieter direkt an. Meist bekommst du ehrliche Auskunft – schließlich hat auch der Vorvermieter ein Interesse daran, dass der Mieter problemlos weiterzieht.

Worauf du rechtlich achten musst

Die erhobenen Daten dürfen ausschließlich für die Mieterauswahl verwendet werden und müssen nach Abschluss des Verfahrens gelöscht werden (DSGVO). Gib Bewerbern auf Anfrage Auskunft darüber, welche Daten du gespeichert hast.

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